Die Senioren des DEC Inzell sind im Viertelfinale der Playoffs zur Eishockey-Landesliga ausgeschieden. Nach der 2:5‑Niederlage im Hinspiel gegen den ESV Türkheim musste sich die Mannschaft von Trainer Pino Dufter und Co-Trainer Martin Davídek auch im Rückspiel mit 4:1 geschlagen geben.
Bereits das erste Duell am vergangenen Freitag in der Berchtesgadener Eishalle zeigte, wie schwer die Aufgabe werden würde. Vor rund 250 Zuschauern entwickelte sich ein schnelles und intensives Spiel, in dem beide Torhüter mehrfach glänzten. Nach einem torlosen ersten Drittel fielen die Treffer Schlag auf Schlag. Auf die Türkheimer Führung antwortete Marcel Nedwed zwar postwendend, doch individuelle Fehler und zwei weitere Gegentore brachten den DEC ins Hintertreffen. Zwar verkürzte Martin Davídek noch auf 2:3, doch im Schlussabschnitt sorgten die Gäste in Unterzahl für die Vorentscheidung. Das 2:5 ins leere Tor besiegelte schließlich die Hinspielniederlage.
Im Rückspiel im „Sieben‑Schwaben‑Stadion“ in Türkheim am vergangenen Sonntag erwischte Inzell einen Albtraumstart: Nach fünf Minuten lag die Mannschaft bereits 3:0 zurück. „Die ersten drei Schüsse waren drin – da musste ich reagieren“, erklärte Trainer Dufter, der früh eine Auszeit nahm. Moritz Brenzinger gelang kurz darauf der Anschlusstreffer, und ab dem zweiten Drittel zeigte der DEC eine deutlich stärkere Leistung. Doch trotz guter Chancen blieb das wichtige 3:2 aus.
Erschwert wurde die Aufholjagd durch zahlreiche Strafzeiten. Teilweise musste Inzell minutenlang in doppelter Unterzahl agieren. „Wir hatten vor dem Spiel eine klare Besprechung mit den Schiedsrichtern – im Spiel wurde davon wenig umgesetzt“, ärgerte sich Dufter „da fühlt man sich sprichwörtlich „verarscht“. „Wir haben diesmal besser gespielt wie am Freitag in Berchtesgaden, es war ein gutes Spiel von beiden Teams. Gerne hätte ich noch ein drittes Spiel gemacht, aber ich bin trotz des Ausscheidens sehr stolz auf meine Jungs“, so der Trainer abschließend. Auch Co‑Trainer Martin Davidek fand deutliche Worte: „Normal sage ich nichts zu den Schiedsrichtern, aber in zwölf Jahren Eishockey habe ich so etwas noch nicht erlebt. Von Anfang an haben wir gegen sieben Leute gespielt, zwei Leute haben es geschafft ein wunderschönes Playoff-Spiel zu zerstören! Trotzdem bin ich stolz auf unsere Mannschaft.“
Sportlich bleibt festzuhalten: Türkheim überzeugte mit einem starken Defensivkonzept und nutzte die Inzeller Fehler konsequent aus. Trotz des Ausscheidens zieht der DEC ein positives Saisonfazit. Viele junge Spieler machten große Entwicklungsschritte, die Mannschaft trat über drei Reihen hinweg geschlossen auf, und Goalie Bernhard Feiersinger zeigte über die gesamte Spielzeit herausragende Leistungen.
„Gerne hätten wir ein drittes Spiel erzwungen, aber wir werden das abschütteln und nächste Saison stärker zurückkommen“, so Davídek. Auch die sportliche Leitung Peter Zeller bedankt sich ausdrücklich beim EV Berchtesgaden für die hervorragende Ausrichtung des Heimspiels.
Zum Abschluss möchte sich der DEC Inzell bei allen Spielern mit Familie, Trainern, Betreuern, Helfern, Sponsoren und treuen Fans bedanken. Ihr Einsatz – auf und neben dem Eis – hat diese Saison geprägt. Die Mannschaft hat gekämpft, sich weiterentwickelt und nie aufgegeben.
Wir blicken mit Stolz zurück und mit frischer Energie nach vorn. Wir seh´n uns nächste Saison wieder! Macht´s es guad derweilen….












