Quelle: Heimatsport.de
18 von 20 Mal gewonnen und mit 153 „Buden“ der mit Abstand beste Sturm der Liga. Mit einer beeindruckenden Tordifferenz von 107 war der DEC Inzell das Maß der Dinge der Eishockey-Bezirksliga Süd. Die Mannschaft setzte sich am Ende knapp, jedoch verdient mit einem Zähler Vorsprung vor dem TSV Schliersee durch und entschied damit den Grunddurchgang zu ihren Gunsten.
Sehr zur Freude ihres Trainers Pino Dufter: „Unser primäres Ziel war es, die Playoffs zu erreichen. Dass wir jetzt auch noch Erster geworden sind, ist eine schöne Zugabe.“ Gewonnen ist bekanntlich noch nichts, geht es doch ab dem morgigen Freitag im Modus „Best of 3“ gegen den Zweiten der Westgruppe ESV Türkheim. Der erste Vergleich steigt am Freitag, 20. Februar, um 19.30 Uhr in Berchtesgaden, ehe es am Sonntag, 22. Februar, um 16.30 Uhr ins Unterallgäu geht. Ein mögliches drittes Duell ist erneut in Berchtesgaden für Freitag, 27. Februar, 19.30 Uhr angesetzt.
Niederlagen gegen Schliersee einziger Makel
Nach der fast perfekten Hauptrunde wollen die Inzeller nun auch in der fünften Jahreszeit überzeugen. Wenn sich Dufter einen Makel herauspicken müsste, sind das natürlich die beiden Niederlagen gegen die Schlierseer. „Ich wollte sie zumindest einmal schlagen.“ Gerade vor heimischer Kulisse hätte der Coach unbedingt gewinnen wollen, doch der DEC war an diesem Tag krankheits- und verletzungsbedingt etwas dünn aufgestellt. Damit hätten die Inzeller auch jede Mannschaft bezwungen. Doch gerade mit augenfälligen Erfolgen beim ESC Holzkirchen (7:3) und EV Mittenwald (4:1) machten sie deutlich, dass der Süd-Meistertitel heuer nur über sie geht.
Der Playoffs-Gegner aus dem Unterallgäu ist dem DEC-Übungsleiter bestens bekannt, absolvierten seine Schützlinge doch bereits Ende September 2025 ein Testspiel gegen die Celtics, das sie 6:4 gewannen. Das möchte Dufter jedoch aus der Wertung lassen, da beide Teams zu diesem Zeitpunkt erst am Anfang der Vorbereitung standen. „Die Türkheimer haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft mit drei, vier identischen Reihen. Sie überzeugen mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Forechecking und gehen körperbetont zu Werke.“ Die Mannschaft, welche weniger Fehler im defensiven Bereich macht, werde sich wohl durchsetzen. „Die Chancen stehen 50:50. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen. Ich erwarte einen harten Kampf“, so Dufter.
Einen Nachteil sieht der Coach darin, dass die Inzeller für ihre Playoff-Heimpartien nach Berchtesgaden ausweichen müssen – in der Regel kommt das nicht so häufig vor. „Eisschnelllauf hat einfach Vorrang“, betont Dufter. Für den am Wochenende anstehenden Junioren-Weltcup sowie die Junioren-WM eine Woche drauf muss die Bande abgebaut werden. Laut Internationaler Eislaufunion (ISU) hat die Sicht auf die Eisfläche frei zu sein.
Der DEC-Übungsleiter rechnet für die Duelle in Berchtesgaden nicht mit einem allzu hohen Zuschauerzuspruch. „300 werden es wahrscheinlich nicht werden.“ Im Unterallgäu geht er hingegen von einer Top-Kulisse aus. Generell sei man das Eis daheim gewohnt, kenne allerdings auch die Bedingungen im Stadion an der Schießstätte, da man oft genug vor Ort ist. Für den Zuschauer sei es schön, von der Empore aus runterzuschauen. Doch Dufter sieht das „Auswärtsheimspiel“ pragmatisch: „Jammern hilft nicht.“
In Sachen Aufstieg backt der Coach kleinere Brötchen
Ist ein Aufstieg in die Landesliga überhaupt realistisch? Der Inzeller Trainer backt in diesem Zusammenhang erst mal kleinere Brötchen. „Wir würden uns freuen, wenn wir die erste Runde überstehen.“ Im Semifinale könnte es dann zum Aufeinandertreffen mit der 1b des EHC Waldkraiburg kommen, die in der Bezirksliga Mitte eine makellose Hauptrunde mit 20 Erfolgen aus 20 Partien aufs Eis zauberte. „Eine sehr gute Mannschaft. Da müssen wir schon einen Sahnetag erwischen.“ Ein Aufstieg käme laut Dufter wohl noch etwas zu früh. Doch sollte es der DEC tatsächlich ins Endspiel schaffen, wird er alles daran setzen, um es zu seinen Gunsten zu entscheiden. SHu












